XY

Die menschliche Spezies gehört schon seit Urzeiten zu den Jägern, was ihr sicherlich beim evolutionären Erfolg zugute kam. Diese Erfolgsstrategien konserviert die Natur gerne im Sinne einer positiven Auslese, die sich dann nachhaltig in der genetischen Ausstattung niederschlägt. Solche Instinkte überdauern auf diese Weise die Jahrmillionen und schlummern also noch in den Vertretern der sogenannten modernen zivilisierten Menschheit. Wundersamerweise wird landläufig, sogar unter Experten häufig, angenommen, dass Jagdverhalten und Wettbewerbsdenken beim männlichen Teil der Menschheit besonders ausgeprägt seien. Besonders seltsam, wo dies nicht nur rein biologisch, sondern auch täglich empirisch widerlegt wird. Widmen wir uns mit einem kleinen Exkurs in die Religion zuerst der Biologie. In der christlichen Religion beispielsweise wird Eva aus Adams Rippe geschaffen. Hierbei handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Überlieferungsfehler, umgekehrt macht diese Erschaffungsmetapher nämlich durchaus Sinn. Betrachtet man die Genetische Ausstattung der beiden Geschlechter, so fällt auch jedem ungeübten Auge sofort auf, dass die männlichen Gene mit den weiblichen identisch sind mit einer Ausnahme. Frauen haben zwei x-Chromosomen, während Männer ein X- und wie wir es nennen ein Y– Chromosom haben. Schon dem oberflächlichen Betrachter dürfte auffallen, dass ein Y in Wirklichkeit nichts weiter als ein X ist, dem ein Beinchen abhanden gekommen ist. Y- Chromosom auch deshalb, weil „verkrüppeltes-X-Chromosom-dem-ein-Beinchen-fehlt“ erstens nicht gut klingt und zweitens einfach auf Dauer zu lang wäre. Vermutlich ist das sogar der Grund, warum ein Y überhaupt erfunden wurde. Ein solches Wort würde in unserer Rationalisierungsgesellschaft nämlich einfach nicht überleben. Und doch kämen wir damit sprachlich der Wahrheit ein ganzes Stück näher. So gesehen handelt es sich bei Männern im Allgemeinen, und bei manchen sogar im Besonderen, um nichts weiter als genetische Variationen, prägnanter ausgedrückt um Mutationen, abgeleitet aus der Urform des Menschen, der Frau. Biologisch betrachtet fehlt dem Mann also schlicht etwas und dies wird beim persönlichen Kontakt mit diesem Geschlecht häufig auch überdeutlich. Doch was hat das nun mit unserem Thema zu tun. Im Laufe der Jahrtausende wurde nun immer wieder von Männern versucht, ihre Defizite zu vertuschen und ins Gegenteil zu verkehren. Auf diese Weise entstand auch der Mythos, dass Männer auf die Jagd gingen und ihre Kräfte untereinander im Wettbewerb maßen. Ein Beispiel zum tieferen Verständnis solches Verhaltens lässt sich analog bei kleinen Männern beobachten, die zur Kompensation ihrer Körpergröße überdurchschnittlich häufig dem Größenwahn anheim fallen. In Wirklichkeit jedoch waren es immer die Frauen, die diese Eigenschaften auf ihrem vollständigen X-Chromosom konservierten. In diesem Sinne hat Freud mit der Erfindung des Penisneids der Frauen wohl nur vom „fehlenden-Beinchen-Neid“ der Männer ablenken wollen. Mit diesem theoretischen Unterbau gelingt es uns nun leicht zu verstehen, warum eben bis in die heutige Zeit Jagdinstinkt und Wettbewerbsdenken beim Menschen, sprich bei Frauen, in der Realität deutlich ausgeprägter sind. Beweise, ach was, lass uns lieber Shoppen gehen.

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